14 Tibet Drucken
Montag, den 30. Januar 2012 um 14:11 Uhr

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Tibet ( Autonomes Gebiet, gehört zu China )

Hauptstadt: Lhasa

Währung: Chinesischer Renminbi Yuan 1 Euro = ca. 8 CNY ( Stand Dez./ Jan 2012 )

Rechtsverkehr

Spritpreis: € 1,10  / Liter

Benzinkosten in Tibet : € 105,77

Verbrauchter Sprit in Liter in Tibet : 100,62 L

Autobahn Mautpflicht: Keine Autobahnen

Meine Mautgebühren: € 0 ,- ( Keine Mautpflicht für zweispurige Fahrzeuge )

Kfz - Kennzeichen:

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Gefahrene KM in Tibet : 2299

Gefahrene KM seit Start: 21841

Verbrauchter Sprit in € seit Start :  1.138,13

Verbrauchter Sprit in Liter seit Start : 831,21 l

Carnet de Passage erforderlich: Nein

Erforderliche Dokumente: Ein Guide ist erforderlich, Gruppenvisum, Reisepass, Fahrzeugdokumente

Gefahrene Route Tibet: Nyalam - Old Tingri - New Tingri - Xigaze - Lhasa - Nyingchi - Bowo - Pasho - Zogang -                                      Markam - Deqen


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Meine Videos zu Tibet : ( Link kopieren und einfügen ) :

Mein Sturz in Tibet:  http://www.youtube.com/watch?v=bZuaT7lC9Mk



Tag 129 22.12.2011 (Nyalam 3800 m 49 Kilometer)

Um 08:00 Uhr sind wir an erneut an der „Friendship  Brücke „ doch warten ist angesagt. Die erste „Dimox“ wird genommen ein Mittel gegen Höhenkrankheit. Toni kommt und wir schieben wieder unsere Motorräder auf der rechten Seite ( Nach Pakistan , Nepal und Indien im Linksverkehr! ) wie gewohnt über die Grenze. Vorbei geht es an zwei Wachmänner die bis zu der Hüfte in einem Glaskobel stehen und nur gerade aus schauen. Fotografieren leider verboten! Es herrscht reges Treiben und die Nepalesen schleppen was geht. Bänder werden um riesengroße Pakete geschnürt und das Paket wird dann mit dem Band um die Stirn getragen. Alte Frauen und Männer mühen sich ab. Zum Spaß nehme ich auch eines und muss feststellen dass die echt (sau) schwer sind. Es sind noch einige Trucks vor uns und als wir endlich dran kommen müssen wir zuerst durch die Passkontrolle, dann wieder retour um unsere Motorräder zu holen. Es wird alles sehr genau unter die „Lupe“ genommen. Einer fragt mich nach der Motornummer und ich weiß nicht wo sie sich befindet. Das schlaue Buch muss her und die Nummer wird ausfindig gemacht. Unter dem linken Zylinder gut versteckt muss ich dem Beamten die Nummer vorlesen. Rogers Auto wird noch „desinfiziert“ mehr Show als nutzen. Ein großer „Scanner“ ist neben uns aber leider defekt, wie kann das sein in einem scheinbar so perfekt ablaufendem System. Die Beamten sind wie Marionetten, kein lächeln auf den Lippen und alles streng nach Vorschrift. Als alles erledigt ist fahren wir eine steile Strasse hinauf und gehen etwas essen. Ab jetzt herrscht ein strenger Zeitplan wir haben 27 Tage Zeit um die laotische Grenze zu erreichen.












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Tag 130 23.12.2011 (Old Tingri 4200 m 195 Kilometer)

Wir verschlafen nicht ohne Grund es ist kalt, aber an das müssen wir uns gewöhnen unser Vorhaben ist eine Himalaya Überquerung im Winter. Wir fahren auf einer gut geteerten Strasse und es geht auf 4.200 Meter. Stopps zum fotografieren werden eingelegt und wir fahren über das erste Eis. Der Ausblick ist atemberaubend man kann die Himalaya Range bereits sehen. Die Schilder sind in chinesischer sowie tibetanischer Sprache angeschrieben. Unser Ziel heute ist eine kleine Stadt von der wir morgen zum Mt. Everest Basecamp starten wollen. Wir fahren eine Schotterstrasse entlang und es geht über Sand weiter bis wir nach einigen Wasserdurchfahrten an ein Eisfeld gelangen. Nach langem hin und her drehen wir um. Eine Überquerung ist nicht möglich. Wir verfahren uns und kommen zu einem Fluss, ich sehe von hinten wie Tom sich schwer tut den Fluss zu überqueren und ich drehe um. Ich suche den Weg den wir ursprünglich gefahren sind und stürze auf einer Sandpiste, mitten drin stirbt mir der Motor ab und ich kann Flocke nicht mehr „bändigen“. Mittels Funkgerät das jeder von Toni bekommen hat informiere ich Tom und Fabian. Sie kommen zu Fuß retour und helfen mir Flocke aufzustellen. Wir schlafen in der Stadt und nehmen morgen den „direkten „ Weg zum Mount Everest Basecamp.




































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Tag 131 24.12.2011 (Newtingri 4300m 198 Kilometer)

Weihnachten in Tibet.. Abfahrt um 08:30 Uhr zum Mt.  Everest Basecamp! Es sind 180 Km „Offroad“ zu bewältigen und es geht über Schotterpiste immer weiter hinauf. Die Flüsse sind zugefroren und „Eiszungen „ hängen von den gewaltigen Bergen herab.  Eine extreme Belastung für Mensch und Maschine. Die Landschaft ist atemberaubend. Es hat satte minus 10 Grad und Gott sei Dank bewegen wir uns nur langsam vorwärts es ist so schon kalt genug. Am Basecamp auf  5.545 Metern angekommen habe ich wieder einen Sturz auf einer Eisplatte, es ist so verflixt rutschig. Bilder werden geschossen und wir rasten ein wenig. Die Abfahrt ist nicht so schlimm und wir fahren auf einer Schotterstrasse das Tal entlang abwärts. Es geht über einen Pass wieder auf 5180 Meter hoch und man hat nach 65 Kehren auf Sand und Schotter langsam aber sicher genug Kurven gesehen.  Beim Abfahren bemerke ich dass ich nur mehr eine „Range“ von 70 kilometern habe. Roger gibt mir inzwischen 4 Liter von seinem Reserve Sprit den er zum füllen seines Kochers hernimmt. Zu krönendem Abschluss kommen wir noch zu einem Polizeicheckpoint es ist ars…kalt aber Gott sei Dank ist alles in etwa 20 min. erledigt.  In „Xegar“ angekommen beziehen wir ein Zimmer wie so oft nicht beheizt und natürlich kein warmes Wasser was soll`s hab eh nicht geschwitzt. J ( Aber nach bereits 3 Tagen ohne duschen.. ) Am Abend gehen wir noch etwas Essen und sehen dass hier in den Öfen „Yak Mist „ eingeheizt wird. Es stinkt bestialisch aber es wärmt ein wenig. Wie wir von Toni erfahren ist es 2011 besonders schwierig eine Genehmigung für eine Durchfahrt zu erhalten da Tibet eine 60 Jahre Feier hat. Da es bei Feiern auch zu Demos kommen kann und die Regierung in Peking es nicht gerne sieht wenn Ausländer das hautnah mitbekommen darf man nur zwischen Oktober und April Tibet mit dem eigenen Fahrzeug durchqueren. Pro Jahr sind es laut Toni dem Guide in etwa 50 bis 70 Fahrzeuge, die eine Genehmigung erhalten.

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Tag 132 25.12.2011 (Xigaze 249 Kilometer)

Auf der Fahrt nach Shighaze sehen wir am Straßenrand einige Mopeds stehen, wir halten an und schießen ein paar Fotos, eine Verständigung ist nur mit Händen und Füssen möglich. Weiter geht’s und als wir in Shigaze ankommen sind wir wie immer die Attraktion. Hier gibt es keinen „Touri“ und als uns Toni in das ( wahrscheinlich ) beste Hotel der Stadt bringt sind wir echt überrascht. Saubere Zimmer, warmes Wasser, und Internet. Zu aller letzt kommt noch ein Page und nimmt uns unser Gepäck ab und stellt es auf einem Wagen. Nobel , Nobel denken wir uns und genießen den Luxus. Am Abend sind wir dann noch von Tonis Firma zu einem „Hot Pot“ eingeladen worden. ( Hot Pot = Heißes Wasser in einem Topf in dem dann Gemüse und Fleisch gekocht wird. Dazu gibt es Reis. )












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Tag 133 26.12.2011 (Xigaze 16 Kilometer)

Heute ist großes Bike Checking ( Eine Art „ÖAMTC „ Verlegen) und die „Führerscheinprüfung. Als „Ausländer“ musst du einen chinesischen Führerschein machen. Das ganze gestaltet sich als reine Fars. Die Bikes werden auf einen Bremsenprüfstand gebracht und die Lichter werden kontrolliert. Alles wird in einem Computer eingegeben aber bei jedem von uns ist das Procedere unterschiedlich. Als alles fertig ist müssen wir ins Polizeihauptquartier von Shigaze. Dort werden von jedem Fotos für den Führerschein gemacht und abschließend wird uns noch von einem Polizisten erklärt dass in China rechts gefahren wird ( nach bereits fast 700 km eine echte Neuigkeit für uns!  Zwinkernd) und wir nicht vor unübersichtlichen Kurven überholen dürfen. ( Toni übersetzt ) Dafür müssen wir einen halben Tag investieren, und als Abschluss bekommen wir auch noch ( am nächsten Tag ) unsere Chinesischen Führerscheine einlaminiert und unsere chinesischen Nummerntafeln die gleich groß sind wie der Führerschein Lachend In unseren Augen eine reine Abzocke bzw. Schikane. Alls alles erledigt ist haben wir Gott sei Dank noch Zeit um den „Tashilhunpo Tempel“ anzuschauen. Wie überall in China auch hier Eintritt. Weinend






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Das Tashilhunpo-Kloster gehört zu den unter staatlichen Denkmalschutz stehenden bedeutenden Kulturstätten Chinas. Es liegt am südlichen Fuß des Berges Nyimarie im Westen der Stadt Xigaze. Es ist das größte Kloster der gelug-Sekte in Westtibet und der Hauptort der religiösen und politischen Angelegenheiten der Panchen Lamas aller Generationen. Das Tashilhunpo-Kloster und die oben genannten drei Klöster Lhasas sind die vier berühmtesten Klöster Tibets.

Tashilhunpo bedeutet auf tibetisch "Glückliches Sumera". Das Kloster wurde am Berghang gebaut und umfasst Hauptsutrahallen, die Qamba-Buddha-halle, die Gyina Lhakang-Halle, Gedenkhallen mit Stupas für die Panchen Lamas fünf bis neun, die Gedenkhalle Shesong Namgyi mit dem Stupa für den zehnten Panchen Lama, die Terrasse zum Ausrollen großer Buddhabilder sowie Arbeitszimmer früherer Panchen Lamas. Es gibt außerdem noch vier Zhacangs (buddhistische Kollegien), 64 Dörfer mit Wohnhäusern, in denen die Mönche, nach Herkunftsorten zusammengefasst, untergebracht waren, und 56 Gebetshallen.

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Eine Swastika ( svastika „Glücksbringer“) ist ein Kreuzsymbol mit abgewinkelten oder gebogenen Armen. Solche Symbole sind in zahlreichen Formen seit etwa 6000 Jahren in Europa und Asien, seltener auch in Afrika und Mittelamerika nachgewiesen. Die vier Enden können nach rechts oder links gerichtet, recht-, spitz-, flachwinkelig oder rundgebogen und mit Kreisen, Linien, Punkten oder Ornamenten verbunden sein. Eine einheitliche Bedeutung haben sie nicht.

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Das Kloster bedeckt eine Fläche von 300000 m². Die Gebäude sind dicht nebeneinander angelegt, es zeichnet sich jedoch eine klar gegliederte architektonische Ordnung ab. Aus der Ferne sieht die Klosteranlage wie eine Bergstadt aus. In diesem Kloster befinden sich die größte Qamba-Buddha-Statue der Welt sowie viele andere Kulturschätze. In verschiedenen Hallen gibt es Wandmalereien, die das Leben verschiedener Persönlichkeiten des tibetischen Buddhismus darstellen. Außerdem gibt es noch Wandmalereien der 18 Arhats.


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Im Jahr 1447 leitete Gendain Zhuba, der ein Schüler jenes Tsongkapas, also des Begründers der Gelug-Sekte war und später rückwirkend als erster Dalai Lama anerkannt wurde, den Bau des Klosters. Kurz danach wurden die Große Sutrahalle und andere Bauwerke fertig gestellt. Gendain Zhuba war erster Abt des Klosters und gab dem Kloster den Namen. Später wurden nacheinander die Qamba-Buddha-Halle, die Halle für die Glücksbringende Göttin und die Terrasse zum Ausrollen großer Buddhabilder gebaut. In den Jahren unter der Regierungsdevise Wanli der Ming-Dynastie diente Lobsang Qoigyi Gyaincain als 16. Abt. Er ließ das Kloster in großem Umfang ausbauen. Danach wurden zwei Hallen mit goldenen Dächern gebaut. Außerdem wurden noch Gebäude für das Studium des esoterischen Buddhismus und zahlreiche Buddhahallen gebaut. Durch vielfachen Um- und Ausbau entstanden schließlich in der Klosteranlage insgesamt über 3000 Räume und 51 Klostergebäude, die einst mehr als 5000 Mönche beherbergten. So bekam das Tashilhunpo-Kloster nach und nach seinen heutigen Umfang.




Tag 134 27.12  (Xigaze - Lhasa 372 Kilometer)

Wir können erst später abfahren da Toni der Guide uns sagt dass gestern auf Grund eines Stromausfalles nur 2 der 6 Führerscheine fertig gestellt werden konnten. Gegen 11 Uhr ist es dann soweit und wir fahren aus Xigaze raus. Es ist wie immer sehr kalt und als wir die Stadt verlassen geht es gleich wieder Bergauf. Unzählige Kehren sind wieder zu überwinden. An einem Pass machen wir Rast und Kochen uns aus der Packung chinesische Suppe und essen Kekse dazu. Neben uns der  mächtige „Kharolagletscher“  wenn man bedenkt dass wir uns auf über 5.000 m befinden erübrigt sich die Frage wie hoch der wohl sein muss. Wir fragen aber trotzdem Toni und er beziffert die Höhe mit über 7.000 m. Vor Lhasa kommen wir noch an einem Gletschersee vorbei eine beeindruckende Kulisse bei strahlendem Sonnenschein.

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Tag 135 28.12.2011 (Lhasa)

Habe heute den Vorfilter von Flocke ausgebaut, da das Moped immer abstirbt. ( der Vorfilter für den Luftfilter wird über den „Ansaugschnorchel „ gestülpt ) Ich entscheide mich den Filter auszubauen, um weitere sinnlose Stürze zu vermeiden, da Flocke in dieser Höhe immer abstirbt bzw. zu wenig Luft bekommt. Später besichtigen wir das „Sera Kloster „ in Lhasa. Toni zeigt uns anschließend noch die Stadt und wir staunen als wir die Megagrossen Einkaufstrassen mit all den „gefakten Handys , Lap Tops usw. sehen . Der Kontrast ist irre auf der einen Seite sieht man die Mönche wie sie beten und 5km auf der anderen Seite das extrem kopierfreudige China. ( „Made in China „ wie wir es kennen.) Als „Highlight „ spazieren wir noch am Palast des „ Da Lai Lahma „ vorbei dem sogenannten "Potala Palast"  und schießen ein paar Bilder. Ein gewaltiges Gebäude mich wundert es dass die Chinesen noch kein Hotel daraus gemacht haben , am Dach weht natürlich die chinesische Flagge.



Das Sera Kloster am Fuße des Tatipu Hügels befindet sich in dem nördlichen Vorort der Stadt Lhasa. Es ist eines der drei berühmten Klöster in Lhasa zusammen mit dem Drepung Kloster und dem Ganden Kloster. Das Sera Kloster widmet sich der Gelugpa oder auch Gelbmützen genannt, einem Zweig des tibetischen Buddhismuses der von Tsong Khapa gegründet wurde. Jamchen Chojey, einer von Tsong Khapas Jünger, erbaut 1419 während der Ming Dynastie (1368-1644) das Kloster. Das Kloster wurde Sera genannt, was Wildrose in der tibetischen Sprache bedeutet, da es hinter einem Hügel, der mit wilden Rosen bedeckt war, gebaut wurde.Das Kloster ist atemberaubend und erstreckt sich über eine Fläche von 114,946 Quadratmetern. Seine wichtigsten Bauten sind die Coqen Halle, die Zhacang (Hochschule) und das Kamcun (Wohnheim). In der Halle kann man mit Gold geschriebene Schriften, feine Statuen, duftene Tücher und Wandmalereien finden. Laute Debatten über die buddhistischen Lehren finden hier statt.


















Eine Besonderheit im Sera-Kloster ist die spirituelle Debatte der Mönche im Hof. Diskussionen werden dadurch ausgetragen, dass jemand herausgefordert wird auf philosophische Fragen zu antworten. Dazu klatscht der Mönch laut die Hände. Der vor ihm Sitzende antwortet. Am nächsten Tag werden die Rollen getauscht. Die Debatten werden teilweise äußerst intensiv betrieben.







    






















Kamcun

Kamcuns sind die Schlafsaale, wo die Mönche  gewöhnlich essen und schlafen. Das Sera Kloster hat rund dreiunddreißig Kamcuns, die einen zentralen Hof haben. Sie bestehen aus Hallen zum Lesen, Häusern und Teehäusern. Lamas aus dem gleichen oder benachbarten Gebieten Tibets sind zusammen in einem Kamcun.













Der Potala-Palast (nach Potala, dem reinen Lan des Bodhisattva Avalokitesvara benannt) in Lhasa war während der Zeit der zentraltibetischen Regierung Ganden Phodrang (tib.: dga' ldan pho brang; regierte von 1642–1959) offizielle Residenz und Regierungssitz der Dalai Lamas. Der riesige Palast liegt auf dem Berg „Mar-po-ri“ (tib.: dmar po ri; „Roter Berg“), der sich 130 Meter über die tibetische Hauptstadt erhebt.


Tag 136 29.12.2011

Wir bleiben in Lhasa und rasten mal einen Tag !





Tag 137 30.12.2011 (Nyinghchi 430 Kilometer)

Heute müssen wir das erste Mal unsere Führerscheine herzeigen, wir kommen in eine Polizeikontrolle. Unterwegs sehen wir die gläubigen Buddhisten sie nehmen eine Strecke von über 400 km auf sich und gehen zu Fuß. Na das geht ja noch aber alle 3 – 4 Meter legen sie sich hin und stehen auf. Unglaublich und das bei der Kälte. Es geht durch ein gewaltiges Tal, der kleine Nachteil daran die Strassen sind wieder einmal vereist. Wir befinden uns auf einer Höhe von 5.000 Meter. Yaks sind auf der Strasse und bewegen sich nicht im geringsten als wir vorbeifahren. Na Gott sei Dank denn bremsen ist nicht möglich und wenn dann nur in Verbindung mit einem Sturz.

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Tag 138 31.12.2011 (Bowo 240 Kilometer)

Über einen Pass wie die letzten Tage geht es auch heute und das Problem ist dass die Lkw`s wassergekühlte Bremsen haben dadurch Wasser verlieren und deswegen die Strassen vereisen. Shit und das in einem high tech Land wie China denken wir uns. Heute ist wieder alles im Programm, Sand, Schotter, Schlamm und natürlich Eis. Wir kommen in Pome an und niemand ist auf der Strasse. Roger kauft Raketen und wir stehen um 23:45 Uhr chinesischer Zeit auf der Strasse und lassen die Raketen die Roger noch schnell eingekauft hat bei minus 5 Grad in den chinesischen Himmel steigen . Unsere „Vorstellung“ ist in 20 Minuten erledigt und wir sind nach einem „kühlen Bier „um 01.00 Uhr im Bett. Ein seltsamer Sylvester den ich aber nie in meinem Leben vergessen werde. Wie immer kein heißes Wasser also ohne duschen schlafen. Irgendwie hat mich die heutige Fahrt hier an Zuhause erinnert es hat ausgesehen wie im Zillertal bis auf die Bauart der Häuser aber die Landschaft war exakt gleich.

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Tag 139 01.01.2012 (Pema / Pasho 224 Kilometer)

Heute kein Schnee, es ist schönes Wetter doch am Nachmittag ziehen immer mehr Wolken auf . Neben den Strassen sind die Hänge alle alle voll roter Erde. Es wird scheinbar hier im großem Stil Kupfer abgebaut. Ansonsten verläuft unsere Fahrt bis jetzt eigentlich ganz ruhig. Es geht vorbei an einem zugefrorenem Staudamm und wie immer gibt es zu Mittag „Chinese Food“ . Umgeben von gewaltigen Bergen mache ich noch ein paar Bilder, auch von den Torbögen die vor und nach jeder Stadt zu sehen sind. Die Wegweiser sind alle in chinesisch angeschrieben ohne Toni wären wir echt aufgeschmissen. Es geht durch ein Tal die Flüsse sind gefroren und es hängen an den umliegenden Felswänden überall Eiszapfen herunter. Zu früh gefreut die Strasse wechselt von Asphalt in Schnee und Eis über. Dann kommen wir an eine Kreuzung mit einem Schild wo draufsteht: „ Foreigner is forbidden strictly to enter Chayu „. Wir nehmen die andere Richtung und fahren weiter. Es ist  Mittag und wir bleiben in einem Dorf stehen. Billard Tische stehen auf der Strasse und die Jungs haben ihre größte Freude damit. Die Jack`s essen Kartons mit unter ein Grund kein Fleisch hier zu essen. Weiter geht’s bei schönem Wetter und wir kommen an ein Eisfeld. Ich stürze und kann die 480 Kilo`s nicht mehr bändigen ich bin echt sauer auf mich. Ist es wirklich so schwer ohne Sturz darüber zu kommen? Langsam sollte ich es doch lernen. Man hilft mir auf und ich setze die Fahrt fort.

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Tag 140 02.01.2012 (Zogang 213 Kilometer)

Wintereinbruch an den Pässen, die Schweizer stürzen und ich habe eigentlich kein Problem. ( zumindest nicht beim rauf fahren ) hinunter ist es kritischer da flocke und ich einfach zu schwer sind. Bremsen ist nicht möglich da ich sofort rutsche. Es geht weiter und wieder ist ein mächtiges Tal zu durchfahren. Wir kommen erneut an ein Eisfeld und ich versuche darüber zu fahren. Links und rechts zwei Löcher ich nehme das rechte. Zu schnell ich stürze und es hebt mich richtig aus. Der Zylinder ist gebrochen und man sieht das Öl über das Eis runter fließen. Shit ich denke jetzt ist es vorbei. Wir stellen das Motorrad auf und Fabian meint er könne den Riss im Zylinderdeckel mit „Kaltschweißpaste“ reparieren. Es wird bei Eiseskälte der Deckel abgenommen und repariert. Der Sturzbügel und die Zylinderabdeckung ist auch demoliert. Roger repariert inzwischen eine Halterung am Lenker, und Fabian leistet gute Arbeit nach etwa 2,5 stunden ist alles soweit erledigt. Ich starte und Flocke läuft wieder. Währendessen wir Flocke verarzten kommen einheimische mit ihren Mopeds vorbei und auch die stürzen mit den Leichtgewichten an der gleichen stelle wie ich. In Zuogong angekommen suchen Roger und ich eine „Werkstatt“ um den Sturzbügel wieder gerade zu biegen. Mit einem „Bunsenbrenner „ wird der Bügel zum glühen gebracht er lässt sich aber fast nicht biegen. Roger sagt zu einem der kein Englisch versteht „ This is not chinese Steel this is fu…g hard german steel“ Zwinkernd Gegen 01:00 Uhr sind wir fertig total unterkühlt fahren wir zurück i die Unterkunft.















Tag 141 03.01.2012 (Markam 15 Kilometer im Schnee 170 Kilometer LKW Fahrt)

Es herrscht Winter in Tibet und wir entscheiden da wir mehr stürzen als fahren einen LKW zu organisieren. Das Vorhaben gestaltet sich nicht einfach da keiner unsere Mopeds transportieren will. Die Polizei wird zu Hilfe gebeten und siehe da die Jungs müssen unsere Zweiräder aufladen. Es ist Keine Hebebühne vorhanden eh klar, und es wird wieder improvisiert. Der LKW fährt zu einem Hang und wir organisieren Holzbretter und verladen so Bike für Bike. Die Tibeter stehen nur da und schauen keiner hilft uns, und als noch eine Frau kommt und die Bretter zurückhaben will bin ich echt außer mir. So wenig Hilfsbereitschaft hätte ich mir von den Tibetern nicht erwartet, es kommt aber in ein paar Tagen noch dicker. Tom und ich sitzen im Führerhaus und es ist Schweinekalt keine Heizung funktioniert, da wir keine richtigen Gurte zum befestigen haben stoppen wir alle 60 bis 90 Minuten und ziehen immer wieder alles fest. Mein Bike ist am schlechtesten befestigt und wie sich später beim abladen herausstellt ist mein Hauptständer total verbogen. Er streift am Hinterrad und in Dunkelheit mit Stirnlampe demontiere ich den Ständer. Was wird auf diesem Trip noch alles kaputt??







Tag 142 04.01.2012 (Deqen 226 Kilometer)

Es geht los bei minus 15 Grad am Morgen. Wir fahren über den „Hung La „ Pass eine Megabelastung für Mensch und Maschine. Wir stürzen der Reihe nach und ich falle wieder auf meinen schon defekten Zylinder. Roger steigt aus und ich fahre vom Eis in den tieferen Schnee auf der linken Seite Talwärts. Ich habe etwas mehr Grip und Roger hält  Flocke hinten da ich immer wieder rutsche ich bin einfach zu schwer. Langsam geht es an die Reserven und zu aller letzt beginnt es noch leicht zu schneien. Es geht über eine Brücke die die einzige Verbindung zwischen Tibet und China ist. Schwer bewacht von der Chinesischen Armee können wir ohne Hindernisse darüber fahren. Die Soldaten schauen nur machen aber nichts. Einem Tal entlang fahren wir noch ca. 50 km und kommen dann zu einem Polizeicheckpoint der den Grenzübergang zwischen China und Tibet darstellen soll.  Am Abend diskutieren wir ob wir nicht gleich am nächsten morgen einen Lkw organisieren sollten.

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Fazit Tibet: Das Himalayagebirge ist alleine schon eine Reise nach Tibet wert. Ich würde jedem abraten im Winter nach Tibet zu fahren speziell mit dem eigenen Fahrzeug. Von den Menschen in Tibet bin ich enttäuscht, da mir niemand in den schwierigen Situationen geholfen hat, und wenn doch dann stand das Geld bzw. die Bezahlung im Vordergrund!