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Sonntag, den 25. Dezember 2011 um 16:37 Uhr
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Nepal

Hauptstadt: Kathmandu

Währung: Nepalesische Rupie 1 Euro = ca. 108,85 NPR ( Stand Dez.2011 )

Linksverkehr

Spritpreis: ca. € 0,95,- / Liter

Benzinkosten in Nepal : € 42,38

Verbrauchter Sprit in Liter in Indien : 43,86 L

Autobahn Mautpflicht: Keine Autobahn vorhanden :-)))

Meine Mautgebühren: € 0 ,-

Kfz - Kennzeichen: NEP

Gefahrene KM in Nepal : 801

Gefahrene KM seit Start: 19542

Verbrauchter Sprit in € seit Start :  1.074.74

Verbrauchter Sprit in Liter seit Start : 774.45 l

Carnet de Passage erforderlich: Ja

Erforderliche Dokumente: Reisepass, Visum an der Grenze erhältlich gültig für 30 Tage, ( USD 40,- in Bar ) verlängerbar um weitere 30 Tage

Gefahrene Route Nepal:

Birgunj - Simara - Hetauda - Tasarpu - Naubise - Kathmandu - Bhaktapur - Dhulhikhel - Dolalghat - Pangretar - Charikot - Jiri - Shivalaya - Kadambas - Kodari ( Grenzübergang Tibet )

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Tag 113 06.12.2011
Am Indischen Grenzübergang fährt mir einer noch vor lauter schauen auf meinen Koffer nix passiert aber ich bin eh schon auf 1000 mit den Deppen. Ich schrei herum und ein Grenzbeamter verscheucht ihn. Es geht eigentlich alles relativ schnell außer dass der Typ der das Carnet de Passage bearbeitet ca. 30 Minuten braucht um die Perforation abzutrennen er faltet den Zettel mit der Perforation 100 mal und ich möchte ihm das Dokument aus der Hand nehmen. Er lässt es nicht zu und ich muss geduldig geschlagene 45 Minuten warten bis er fertig ist. Weiter fahre ich zur Nepalesischen „Grenze“. Eigentlich interressiert sich niemand für mich und ich könnte einfach durchfahren wenn da nur nicht das Carnet de Passage wäre.  Mein Visum kostet 40 Dollar 1 Monat gültig und dauert 15 min. Super die Burschen sind auf Zack. Ich fahre weiter und suche das „Custom Office“ (Das Zollbüro) Ich werde rumgereicht und keiner fühlt sich zuständig. Mir reicht es und ich fahre wieder zurück wo ich das Visum erhalten habe. Einer der Jungs fährt mit mir zum Custom. Keiner kennt sich mit dem „Carnet de Passage „ aus und ich fülle soweit alles aus und Stempel alles ab. Zig Leute wieder um Flocke und ich nehme nach all den Formalitäten Reißaus. Um 12 Uhr bin ich nach ca. 2 Stunden fertig und stoppe nach der Grenze um alles zu verstauen. ( Pass, Carnet etc.. ) Ich merke sofort die Nepalesen sind nicht so aufdringlich und das schöne keiner greift Flocke an und sie muss nicht immer „wiehern". Lächelnd



Weiter geht’s und ich denke mir die ca. 120 km fahre ich in 2 Stunden runter. Denkste nach 2 Pässen und ca. 4000 Höhenmetern ereiche im dunkeln Katmandu. Ein Höllenritt und mir fällt zu aller letzt noch die Hupe aus. Eine Katastrophe auf den Pässen denn bei den engen Kurven musst du immer hupen denn die Nepalis fahren auch einen „Heißen Reifen „ ich warte auf ein Auto und fahre hinterher. Zwei mal hätte es mich fast erwischt und ich bin einem Frontalzusammenstoss nur knapp entkommen. In Katmandu erreiche ich daalts Hotel dank Tom`s Koordinaten sehr schnell. Herzlich werde ich von ihm empfangen und wir gehen voulet Tibetisch essen. Ich kann nur eine Suppe essen mein Magen ist scheinbar in Indien geschrumpft. Verlegen





Tag 114 07.12.2011
Ausgeschlafen mach ich heute einen „Washday“ alles wird gewaschen, Leiberln, Unterhosen, Socken, Tankrucksack, alles wird händisch ausgedrückt. Am Abend sind wir Fabian, Janine, Big Tom und ich bei zwei Vorarlbergern zum essen eingeladen. Einen heiße Diskussion wird entfacht als wir auf das Thema Indien zu sprechen kommen. Da „Schmi“ Indien gut leiden kann diskutieren wir ein wenig darüber und er hat sehr gute Argumente pro Indien, trotz alledem ist zumindest das Kapitel Nordindien für mich zumindest abgeschlossen.Zwinkernd

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Tag 115 08.12.2011
Heute wird noch alles Getrocknete von der Leine abgenommen und anschließend fahren BT und ich ins „Autoland“  ( www.autoland.com.np ) einem sehr guten Laden in Katmandu um uns über Motoröl zu informieren. BT`s Reifen werden gleich gewechselt ich gebe ihm inzwischen meine und wir sind beide glücklich ich da ich sie nicht mehr bis Bangkok mitschleppen muss und BT dass  die „Dicke Bertha“ neue Hufe bekommt. Danach wird "Flocke" einer Grundreinigung unterzogen inklusive Streicheleinheiten und zu aller letzt wird sie noch mittels Föhn getrocknet. Die Seitenkoffer werden gleich mit gewaschen das ganze dauert in etwa eine Stunde und wird zur vollsten Zufriedenheit erledigt.  Abends gehen BT und ich ins „Everest Steak House“ und gönnen uns was ganz feines sprich jeder bekommt ein schönes Steak für satte € 9,- incl. einem Bier.
























Tag 116 09.12.2011

Heute hat es wieder ein ausgiebiges Müslifrühstück gegeben, danach haben BT und ich unsere Luftfilter gereinigt. Ich komme in den Genuss eines Vorfilters welcher direkt an dem Ansaugschnorchel montiert wird. DANKE TOM ! Ansonsten habe ich außer quatschen eigentlich nichts gemacht. Lächelnd Am Abend treffen wir die beiden Holländer ( Rudgar und Catheleine ) und gehen alle gemeinsam essen.














Tag 117 10.12 2011
Wir treffen uns Vormittag mit den „Holländern „ in ihrem Hotel, um mit den Jungs von der Reisagentur zu besprechen was wir noch für unser China Visum benötigen bzw. wie der Stand der Dinge ist. Auf dem Weg zum Hotel sehen wir noch in Katmandu Stadt einen Umzug. Frauen am Straßenrand bewerfen die Teilnehmer mit Blütenblättern alles ist bunt geschmückt und die Frauen sind in ihren Nationaltrachten angezogen. Wir übergeben ihnen unsere ausgefüllten Anträge und sie informieren uns über den Sachverhalt. USD 95 sind pro Person für das Visum zu berappen. Die Reisegruppe wird wie folgt zusammensetzen: Fabian und Janine aus der Schweiz unterwegs auf einer „Tenere 660 „ die beiden Holländer unterwegs in einem Landrover Defender ( die nehmen auch den Guide im Auto mit ) Big Tom und ich auf einer BMW R 1200 GS Adventure. Der Preis für 27 tage Tibet und China wird sich inklusive Visum auf ca. € 1.340,- auf unsere Börsen niederschlagen. (Aber nur da die Holländer den Guide im Auto mitnehmen ansonsten muss man für so einen Trip schon etwas mehr berechnen) Als alles besprochen wurde sind BT ( Big Tom ) und ich noch ein wenig „shoppen „ gegangen. Ich kaufte mir einen Aufblasbaren Polster, Gamaschen für die Hände damit der Wind nicht rein blasen kann, eigentlich sind es Gamaschen für die Beine aber ich werde sie für die Hände verwenden. Lithium Batterien für den „SPOT Satelliten Messenger „ so wie ein Jacke für BT, und ein Handketterl für mich werden am Heimweg noch eingepackt. Wir lassen diesen „harte Tag „ bei einem Teller „Momos „ ( Teigtaschen gefüllt mit Faschiertem )   ausklingen. Diese Teigtaschen werden in einem ca. 2 m² großem Raum in dem sich auch die Gäste befinden zu bereitet. Es gibt keinen Strom sondern nur Kerzen echt extrem urig. Aber die „Momos“ sind ausgezeichnet. Allerdings sollte man keinen Gedanken über die hygienischen Zustände verschwenden. Verschlossen

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Tag 118 11.12.2011
Heute ist Servicetag, es werden Motoröl, Getriebeöl, und Kardanöl getauscht. Im „ Autoland „ besorgen wir uns 12 Liter 5W40 ein vollsynthetisches Öl welches für Temperaturen bis minus 25 Grad C geeignet ist (jeweils 4 Liter für jedes Bike und 2 Liter pro Mann in Reserve) der Inhaaltber des Ladens Mr.  „Lok“ stellt uns einen Raum in dem Reifen gewechselt werden zur Verfügung. Beim abziehen der Zündkerze beschädige ich die Abdeckung und „flicke „ diese mit „Superglue“ eine Art Superkleber. Zwei Jungs von einer Auto Motor Zeitschrift stellen uns Fragen zu den Bikes und zu unseren Trip. Geduldig warten sie den ganzen tag und als wir fertig sind ist es bereits schon dunkel. Vor dem Shop von Mr. Lok werden noch die letzten aufnahmen gemacht. Wir bekommen eine Probe der letzten Ausgabe. Wie immer sind unzählige Burschen um uns versammelt und jeder möchte ein Foto. Im Zimmer angekommen geht BT hart ins Gericht mit mir und veräppelt mich wieder da ich einfach zu viel mit mir mitschleppe. Er selbst hat Erfahrung damit da  Big Bertha bereits seit beginn der Reise 60 Kg abspecken hat müssen. Akribisch nimmt BT alles was ich noch besitze unter die Lupe und gibt mir Tipps was er an meiner Stelle nach Hause schicken würde. Mit zwei Säcken voll mit Schraubenschlüsseln, Inverter und etlichem Zeug in etwa 10 kg, treffen wir anschließend Chris einen bekannten von BT der sich auch derzeit in Kathmandu befindet. Chris ist so „Leiwand „ und nimmt mir die Sachen mit nach Hause bzw. zu BT Mutter nach Wien. Nach dem Abendessen in einem Thailändischem Restaurant fahren  BT und ich zurück in unsere Unterkunft.
















































Tag 119 12.12.2011
Abfahrt nach „Nargakot bis wir alles zusammengepackt haben ist es Mittag. Wieder einmal kein Strom wie jeden Tag, normalerweise hatten wir am morgen immer Strom aber nix da. Da meine Zimmerfenster in einem Schacht münden ist es finster wie in einem „Bärenpopo“ und ich benötige meine Stirnlampe. Wir wollten eigentlich um 00:90 Uhr „ abfahrbereit sein, nix da alles wird um und eingepackt. Geld muss noch gewechselt werden und bis die Brüder die Rechnung gemacht haben vergeht eine halbe Stunde. Abfahrt um 12 Uhr schlussendlich und wir sind  als wir die Stadt verlasen haben endlich „on the road „ . „Nargakot „ berühmt für seine Sonnenuntergänge, erreichen wir nach geschätzen 2 – 3 stunden. Wir gönnen uns auf einer Terrasse einen „Leiwanden „ Kaffee ( Zitat BT Lächelnd ) und genießen den Ausblick.alt


Kurzvvideo in Kathmandu einfach link eingeben: www.youtube.com/watch?v=O11g9MV-gA0&feature=youtu.be

Wir besorgen uns ein Zimmer lassen aber unser Gepäck auf den Maschinen und fahren zum höchsten Punkt. Am Fuße des „Towers“ drehen wir um da der Weg nur über Stufen hinaufführt und wir ohne unsere Bikes SICHER KEIN FOTO MACHEN! Wir fahren den Weg zurück und werden ca. 200 Höhenmeter unterhalb des „Towers“ fündig. Nach Beendigung des „Fotoshootings“ fahren wir in der Dämmerung zu unserem Zimmer retour. Wir bestellen uns Tee und ich kaufe ( da es wie immer keinen Strom gibt ) mit Stirnlampe eine Flasche Rum zum mischen. Als ich die „Bude „ betrete trau ich meinen Augen nicht, ein Lagerfeuer wurde im Geschäft entfacht und Mutter mit Kleinkind sitzt davor. Ich bekomme keine Luft und verlasse mit einer Flasche Rum den Laden so schnell wie ich rein gekommen bin.


















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Tag 120 13.12.12.2011
Aufgestanden um 05:30 Uhr sind sind wir von „Nagarkot“ mit Ziel „Charikot aufgebrochen. Die Nacht war kalt ( 7,5 Grad Celsius ) Das versprochene „Hot Water „ hat es nicht gegeben. Was soll’s, dann halt ohne Duschen ins Bett. (Bei der Kälte eh Wurscht Verlegen ) Unser Zimmer mit Blick nach Osten bescherte uns um 06:00 Uhr einen hervorragenden Sonnenaufgang. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand genießen wir die Stimmung. Ein ausgiebiges Frühstück incl. weich gekochten Eiern, und einem Vitaminschub in Form von Vitamintabletten von Big Tom`s Mum runden das königliche Frühstück ab. Beim Starten der Moped`s Zwinkernd können wir gleich unser neues Öl testen, schätze mal während der Nacht hatte es minusgrade, wir befinden uns auf 22oo Metern Höhe.  Flocke und die „Dicke Berta“, wie Tom sein Motorrad getauft hat, lassen sich ohne „zicken „ zu machen starten. Wir freuen uns auf einen neuen abenteuerreichen Tag.  Es waren auch wie immer zahlreiche Leute um unsere Motorräder versammelt, aber es wurde nichts so wie in Indien angegriffen. Wider Erwarten werden uns sinnvolle Fragen gestellt wie z.B. wie viel Hubraum, Leistung, und Spritverbrauch unsere Maschinen haben.  ( Nach dem Preis wird nicht gefragt!!! ) In Indien wurde man richtig angeschrieen „Price! Price!“
























Wir sehen Kinder in Schuluniformen, wobei wir bemerken dass die älteren Schüler keine mehr tragen bzw. tragen müssen. Wir beobachten alte Frauen mit großen Körben voll mit Gestrüpp. Das ganze tragen sie mit einem Band um die Stirn und mühen sich zu Fuß in die nächste Ortschaft. Wasserbüffel sonnen sich am Rande der Strasse, hinter ihnen die im Sonnenlicht schimmernden Reisterrassen. Die Ortschaften sind sehr sauber im Gegensatz zu Indien, wo alles verdreckt und zu gemüllt ist. Wir gelangen zum „Highway“ und nach einem Tratsch mit den Polizisten fahren wir satte 2 km der 2-spurigen Strasse entlang. Danach wieder einspurig und wir können nicht mehr als 50 Km/h fahren. Jetzt wissen wir auch was der Polizist mit „Speed Limit 55 Km/h meinte. An der nächsten Tankstelle mache ich halt und wir begutachten meine Hupe. Völlig sinnlos hier ohne Hupe zu fahren. Nachdem ich einen Kontakt etwas verbogen habe funktioniert sie wieder. Weiter geht’s, und nachdem wir eine große Metallbrücke überqueren, wird die Strasse zunehmend schlechter. LKW`s kommen uns entgegen und wir müssen ständig ausweichen. Sie sind flott unterwegs und es wird vor jeder nicht einsehbaren Kurve gehupt was das Zeug hält. Bis auf 2.700 Meter geht es rauf , und dann wieder auf 2.000 Meter
runter. So zieht es sich 60 km dahin. Wir brausen weiter und ich sehe am Rand Frauen tanzen. Umdrehen heißt die Devise und wir schießen ein paar Fotos. Eine Hochzeit ist im Gange wie wir später in Erfahrung bringen. Nachdem wir ein bisschen mitgetanzt haben fahren wir weiter; wir sollten es heute wenn möglich nach „Charikot“ schaffen.

















Wir gönnen uns im nächstem Ort ein „Chowmein“, ein Nudelgericht mit Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und Blattspinat. Zu bezahlen hatten wir weniger als 3 Euros für 2 Teller mit Cola , bzw. 290 Nepalesische Rupien. Ich gebe der „extrem motivierten Frau“ 300 Rupien und sie braucht einen Taschenrechner um die Differenz von 300-290 auszurechen. I pack`s nimma und muss mir das Lachen verbeißen. Auf 2.600 Meter Höhe und nach 1 km Schotterpiste kommen wir an in eine Militärkontrolle. „Passport!!“ Wir haben keinen, da dieser in Katmandu ist für unser China Visum. Eine Kopie muss her und die Uniformiertealtn fragen uns wohin wir fahren. In „Charikot“ angekommen suchen wir ein Zimmer und werden schnell fündig.  Einheimische, die uns belagern, empfehlen uns eine Unterkunft. Dieses mal incl. HOT Water, allerdings überschreitet der Preis von 6 Euro unser Budget. Was soll’s, hauen wir heute über die Strenge und mieten uns, nachdem ich überprüft habe, dass auch heißes Wasser wie versprochen vorhanden ist, ein. (3 Euro pro Person ) A biss`l gehandelt haben wir natürlich bei dem Preis schon. Zwinkernd Nachdem ich gemeinsam mit BT wieder einmal ( fast ) alles aus bzw. umgepackt habe, beziehen wir unser Zimmer. Unsere Mägen knurren schon und nach einer „Hot Water“ Dusche sind wir auf der Suche nach etwas essbarem sprich ein Restaurant muss her. Wir marschieren die Strasse entlang und sehen Menschen welche um diverse Lagerfeuer stehen. So im 50 Meter Abschnitt wird alles was brennt abgefackelt, es ist einfach kalt und nirgendwo gibt es eine Heizung auch in unserer Unterkunft ist es „eisig“. Schnell finden wir einen Typen der uns zu Fuß zu einem Restaurant begleitet. In dem Restaurant ist es a bissi wärmer als draußen aber auch hier drinnen behalte ich meine „Fleecekappe „ auf. Am Nebentisch sitzen zwei Jungs und fragen uns ob wir die beiden mit den Bikes sind. Das geht schnell aber eh klar wir befinden uns in einem Dorf, und einer der beiden erzählt uns dass die häufigen Stromausfälle darauf rückzuführen sind dass einfach zu wenig Strom in Nepal produziert wird. Er ist an einem 15. Millionen Dollar Projekt beteiligt welches in den nächsten Jahren die Stromversorgung sichern soll bzw. das Stromnetz erheblich ausgebaut wird. Er hat eine „Ducati“ und einen Landrover und beantwortet unsere Frage wie lange wir denn mit unseren Bikes von Katmandu an die chinesische Grenze braucht mit zwei Stunden Fahrzeit. Wir können das nicht ganz glauben aber wir werden es ja in Bälde sehen.     



Tag 121 14.12.2011

Meine „Fleecekappe „ hatte ich die ganze Nacht am Kopf aufbehalten da es so kalt war. Man kann seinen Atem im Zimmer sehen, eine Heizung gibt es nicht. Wir gehen einen Stock höher und bestellen 2 mal Omelette mit Kaffe. Die Suche nach Pfeffer und Salz gestaltet sich äußerst schwierig der junge versteht absolut kein Wort englisch. Ich gehe in die Küche und suche nach dem Zeugs und werde auch nach geraumer Zeit fündig. Unser heutiges Ziel „Jiri“ und das Mt.Everest Basecamp“ wir wissen dass wir mit unseren Maschinen nicht ganz hin kommen werden aber wir probieren es zumindest. Scheinbar gibt es ab „Bhandar“ Nur mehr einen Fußweg. In Jiri angekommen gönnten wir uns eine Suppe und für mich noch ein Reisgericht. Über Sand, Schotter und Schlamm geht es noch in etwa 20 km nach „Shivalaya“. Wir sind die einzigen „Westler“ im Ort und auf nachfrage von BT seit einem Jahr die ersten mit ihren eigenen Maschinen. (Eigentlich wollten wir die ersten sein) Möglicherweise sind wir die ersten auf einer 12 er GS wer weißes. Cool Die Anfahrt war echt cool obwohl es mich fast zweimal im Schlamm hingeschmissen hätte, gerade noch rechtzeitig konnte ich mich und  Flocke noch vor einem Sturz retten. Kurz vor „Shivalaya“ bemerkt BT dass er seinen zwei Liter Ölkanister auf dem Weg verloren hat.







Wir setzen unsere Fahrt nach „Shivalaya“ fort nachdem uns einheimische sagen dass es nur mehr 3 km zu fahren sind. Wir überqueren Flussbeete aber kein Problem der Wasserspiegel ist niedrig, mir macht am meisten der Schlamm zu schaffen. Angekommen in „Shivalaya“ versammelt sich das halbe Dorf um uns und unsere Bikes. Ein Zimmer wird schnell gefunden wir sind wie schon fast gewöhnt die einzigen hier. IN einem „urigem haus“ bekommen wir jeder ein Zimmer um einen satten Euro! „Badam“ so der Name des Besitzers kocht uns noch am Abend weihgekochte Eier mit „Nepali Brot“  und etwas später essen wir noch eine Knoblauchsuppe dazu trinken wir Tee mit einem Schuss Whiskey der Kälte wegen. Zunge raus














Tag 122 15.12.2011

Die Nacht war Kalt und im „ Zimmer „ das eher einem Lager auf einer Almhütte gleicht, herrschen morgens 2 Grad. Raus aus dem Schlafsack und „Bandam“ macht uns weich gekochte Eier mit „Nepali Bread“ und einen schwarzen Kaffee. Beim entpacken der Mopeds ist die Plane schon angefroren, aber „Bertha und Flocke“ machen keine Probleme beim starten. Wir fahren nach einem schnellen „Beweisfoto“ dass wir auch wirklich eine der wenigen sind die mit ihrem eigenen Moped nach „Shivalaya“ gefahren sind, um 09:00 Uhr ab Zwinkernd Anfangs recht wackelig auf den Beinen habe ich wie sich später herausstellt kein gutes Gefühl. Über Stock und Stein, die üblichen Wasserdurchfahrten, Schlamm, Sand und Schotter fahren wir relativ gemütlich dahin. Fotos, und Videoaufnahmen werden gemacht und wir rasten ab und zu um einen Schluck Wasser zu trinken. Während des Tages wird es wieder relativ warm Temperaturen um die 12 – 15 Grad sind sehr angenehm. Kurz vor „Jiri“ passiert es dann, ich fahre an BT vorbei da er noch etwas an der Kamera einstellt und komme an eine „Schlammpassage“. Ich entscheide mich für die Spur welche näher am Abhang entlangführt, da diese mir weniger schlammiger erscheint. Ich fahre ein und dürfte einen Stein im Wasser mit dem Vorderrad gestreift haben, ich stürze und falle mit dem Gesicht in eine Lacke. BrüllendIch stehe auf und warte auf Tom geschlagene 5 Minuten, wo ist der Bub?? Der ganze Schlamm rinnt mir vom Helm Abwärts über die Jacke und Hose entlang. Es kommen zwei Nepalesen auf einem Moped vorbei und wollen mir helfen „Flocke „ aufzurichten. Ich sage Ihnen dass sie bitte etwas warten sollen da ich gerne ein Foto machen würde. Geduldig harren sie mit mir aus bis BT endlich eintrifft.  Danach geht es direkt weiter nach Jiri, und nach Katmandu.













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Video 1 der Rückfahrt nach Kathmandu: www.youtube.com/watch?v=QQQ3imJfGzc&feature=youtu.be

Video 2 der Rückfahrt nach Kathmandu: www.youtube.com/watch?v=furwMUP1jkY&feature=youtu.be




Tag 123 16.12.2011

Heute war nach unserem „Offroad Trip“ wieder „Bike waschen „ angesagt. Der ganze Schlamm, und so gut als möglich und Schutz muss runter da ich heute noch die Bremsbeläge überprüfen möchte. Die Beule am rechten Seitenkoffer wurde mittels Hammer bearbeitet, bzw. wurde der Schaden so gut als möglich behoben. Abend sind wir dann alle gemeinsam ins „Green Salad“ etwas essen gegangen. Wir treffen Wolfgang mit Frau und Kind, er ist eben von Laos über China nach Nepal gekommen. Wolfgang erzählt uns über die Straßenverhältnisse und über den Ablauf der Reise. Wie wir am besten mit dem Guide umgehen sollen, über die Militärcheckpoints vor den Städten usw. Da kommt mir eine Idee, da „Flocke“ weiter „abspecken“ muss frage ich Wolfgang ob er mir einen Teil meines Werkzeugs und meine große Kette welche zum absperren von „Flocke“ dient mitnehmen kann. Er ist schon seit 2 Jahren unterwegs uns wird voraussichtlich im August 2012 in der „Oberpfalz“ eintreffen. Wir plaudern noch ein paar Stunden und als ich in meiner Unterkunft zurück bin nehme ich den Rest der Wäsche ab. Der Tankrucksack wird noch gebürstet, und die restliche Wäsche noch per Hand ausgedrückt. Tom und ich gehen danach noch Thunfisch, Zahnpasta etc. einkaufen und ziehen im Laden noch ein „Show „ ab. Wir reden mit den Einheimischen nur Deutsch und lassen sie Sätze wie „ Schleicht`s euch endlich es Nudelaugen „ nachsprechen. Ich lach mich schief…   Lächelnd











































Tag 124 17.12.2011

Heute habe ich die Bremsen überprüft und an der Hinterradbremse die Beläge ausgetauscht. Immerhin bin ich satte 30.000 km mit den Belägen gefahren. Zu meiner Überraschung sind die Beläge an der Vorderradbremse noch in einem guten Zustand. Danach habe ich mein Werkzeug im „Ressort Hotel „ abgeholt. Der Bekannte von Tom welcher mein Werkzeug nach Wien mitnehmen sollte hatte selbst zu viel Gepäck und hat die Sachen an der Rezeption für mich hinterlegt. Um 14:00 Uhr treffen wir Wolfgang an seinem Stellplatz. Ich gebe ihm meine Sachen inklusive meiner 8 kg schweren kette zum absperren von Flocke, schweren Herzens trenne ich mich von ihr, ich bzw. Flocke muss abspecken. uns schenke ihm noch meine Pakistan und Iran Straßenkarte. Unsere Mägen knurren und Tom und ich gehen noch Pizza essen. Heute möchte ich noch mit meinem Indien Report beginnen.  




Tag 125 Sonntag 18.12.2011

Heute haben wir mit unseren Schweizer freunden wieder einmal gemeinsam Gefrühstückt. Wie wohl das Jahr 2010 ausschauen wird , was an den Börsen so abgehen wird und dass der Euro in gewissen Ländern abgeschafft wird waren nur einige Themen. Unser Hauptthema die Reise durch Tibet und China wurde intensiv besprochen. Jeder bereitet sich anderwärtig vor. ( In Sachen Kälteschutz usw.. ) Wir warten außerdem auf das Paket von Tom`s Mutter schon ganz hart. Tom schaut im Internet nach und stellt fest dass das Paket am Zoll in Kathmandu ist. Tom und ich unternehmen einen Ausflug nach „Bhaktapur“ um uns etwas mit der Nepalesischen Kultur vertraut zu machen. ( Tempelbesichtigung etc.. ) Wir entschließen uns einen „Local Bus „ zu nehmen. Wie Ölsardinen werden die Leute hineingestopft und wir bekommen Platzangst. Immer mehr Leute steigen ein aber niemand steigt aus. Langsam werde ich Sauer und bin Heilfroh als wir in Bhaktapur ankommen. ( Das einzige gute an der Sache wir bezahlen 0,2,- Euro für 45 Minuten Fahrt. Der Eintritt in die Stadt kostet 1.100 Rupien, in etwa € 11,- . Für uns eindeutig zu viel und wir versuchen nach einer Besprechung bei  Kaffee und Kuchen uns rein zu schwindeln. Nix da überall auf jeder Zufahrtsstrasse steht ein Typ und verlangt das Ticket. Tom greift in seine Hosentasche um ihm irgendeinen Ausweis zu zeigen und zieht den Zimmerschlüssel von unserem Hotel in Kathmandu hervor. Wie aus der Pistole geschossen sagt der Typ, „OK Sir“ und deutet uns dass wir weiter dürfen. YEAH hat geklappt voller Freude latschen wir in der Stadt herum und fotografieren wie verrückt. Als wir fertig sind einigen wir uns auf ein Taxi da die Busse an der Haltestelle „Pump Voll“ sind. Für € 7,- ( € 3,5,- / Mann ) fahren nur wir beide in einem Minibuss zurück. AM Hotel angekommen erhalten wir wider erwarten das Paket. Es ist wie Weihnachten obwohl ich weiß was drinnen ist. Noch nie habe ich mich über meine Jacke, Skiunterwäsche, und meine Uhr so gefreut. Tom`s Mum hat das Paket noch mit Weihnachtskeksen, Landjäger, Senf, Kren, und „an geselchten verfeinert“. Später shoppen wir noch in der Stadt und ich kaufe mir ein „Repair  Kit“ für meinen Benzinkocher, und eine Tischlampe. Geld wird noch gewechselt und wir kaufen uns eine ein Liter Cola Flasche für unsere „Oktanbooster“. Ich habe 4 Flaschen zu je 237ml das ist zu viel an Volumen. Ich fülle die kleinen Flaschen in die große um das spart Platz und ist übersichtlicher. 





















Bhaktapur ist nach Kathmandu und Patan die drittgrößte Stadt Nepals. Es liegt ca. 14 Kilometer östlich von Kathmandu und ist die ursprünglichste der alten 3 Königsstädte. Die Stadt ist für den Autoverkehr gesperrt und man hat so häufig das Gefühl wirklich ins Mittelalter zurück versetzt zu werden. Eine Wohltat im Vergleich zu Kathmandu.



































Tag 126 Montag 19.12.2011

Nach dem Frühstück geht es ans zusammenpacken morgen ist Abfahrt an die Chinesische Grenze. Ich schraube an Tom`s Motorschutz herum während dessen er mir einen Griff austauscht. Es ist alles außer den Duschsachen eingepackt. Am Dach habe ich noch den indien Bericht Webseite fertig gestellt, wolte noch ein Video einstellen und dann ist mir die Webseite abgestürzt, alles ist weg nach 4 Stunden Arbeit diese verd...n Stromausfälle. Heute haben alle Geschäft auf einmal geschlossen, es wurde ein Politiker ermordet. Die Menschen ziehen durch die Strassen und verwüsten regelrechtDemonstrationen Leute gehen durch die Straßen, schlagen auf die Hoteltür, sind aggressiv ich bin gerüstet, Politiker ermordet…Streik Tom wollte seine Kamera richten lassen alles geschlossen alles was ihnen in den Weg kommt. Ich bin im HInterhof und Demonstranten schlagen auf die Hoteltüre ein. Ich rüste mich für alle Fälle und habe meinen Pfefferspray bereit man weiss ja nie vielleicht schlagen die Idioten auch auf Flocke ein. Es passiert aber nichts und sie ziehen weiter.


























Tag 127 Dienstag 20.12.2011

Abfahrt um 14:00 Uhr an die Chinesische Grenze, wir entschließen uns kurz vor der Grenze in einer Art „Schlucht“ zu campen. Auf dem Weg zur Grenze wird noch halt gemacht um Obst einzukaufen, wir bekommen es umsonst! Es ist kalt und wir versuchen ein Lagerfeuer zu machen. Holz wird gesammelt und es gelingt uns mit Müh und Not das nasse Holz zum brennen zu bringen. Ein „richtiges „ Lagerfeuer wird es nicht aber zumindest wärmt es ein wenig. Am Benzinkocher werden „leckere Gerichte „ wie Nudeln und Reis mit Gemüse zubereitet. Der „Abwasch“ wird mit Stirnlampe im Eisig Kalten Fluss gemacht. Gott sei Dank haben wir noch etwas Rum welcher mit Tee zubereitet wird, er wärmt den Körper zusätzlich von innen. Zwinkernd Die Zelte sind aufgebaut und wir gehen sehr früh schlafen.














Tag 128 Mittwoch 21.12 2011

Am Morgen hat es „satte „ 4 Grad Celsius, das aufstehen fällt schwer, raus aus dem wohlig warmen Schlafsack in die Kälte. Alles ist kalt, die Schuhe vor dem Zelt, Jacken, Hosen… Alles zusammengepackt fahren wir zum Nepalesischen Grenzübergang. Als alle Formalitäten erledigt sind fahren wir zur „Friendship Bridge“ an dem einzigen Grenzübergang zwischen Nepal und China. Mitten auf der Brücke ist eine Gelbe Linie und beide Seiten dürfen keinen Schritt darüber setzen. Nach der gelben Linie auf der Chinesischen Seite werden wir aufgefordert unsere Motorräder zu schieben. Ich denke mir so ein „Schwachsinn“ aber was sein muss muss sein. Am Ende der Brücke stehen in einem Glaskobel zwei Wachmänner die alle 3 Stunden abgelöst werden. Sie stehen nur da und schauen gerade aus, alles ist bis ins letzte Detail inszeniert, auch die Ablöse. Toni unser Guide kommt und übergibt uns eine weiße „Khata“. Die „Khata“  ist ein traditioneller Begrüßungsschal, der in Tibet meist aus weißer Seide - als Symbol für das reine Herz des Überreichenden - und in der Mongolei in hellem Blau - das den Himmel symbolisiert - angefertigt wird.. Er steht für Glück, Wohlwollen und Mitgefühl.


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Wir warten einige Stunden vor dem Grenzhaus. Offensichtlich gibt es Probleme. Toni kommt zurück und erklärt uns dass wir nicht einreisen dürfen da bei den Dokumenten etwas falsch ausgefüllt wurde. Nach Nepal können wir nicht zurück und nach China nicht hinein. Da bleibt nur eines Campen auf der Brücke. Wir schieben die Motorräder wieder über die Gelbe Linie auf die nepalesische Seite und schlagen dort unser Camp auf. Ich schlafe ohne Zelt draußen, muss ja mal meinen Schlafsack und meine neue Unterlagmatte testen.  Am Abend kochen wir uns noch etwas und die Nepalesischen Zöllner bieten uns ein kleines Häuschen als „Essensraum „ an. Es wird mit den Grenzbeamten noch „herumgeblödelt“ und wir haben trotz des Ärgers mit den Chinesischen Behörden noch Spaß.


Fazit Nepal: Ein sehr schönes Land mit netten Leuten. Wenn man auf des Mount Everest Basecamp will dann  ist das auf der nepalischen Seite nur zu Fuss möglich. Zum Wandern und Bergsteigen ein Paradies und preislich absolut leistbar. Ich würde das nächste mal doch eher im Sommer wiederkommen. Verlegen





…..weiter geht’s im Tibet Bericht…Lachend