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Samstag, den 26. November 2011 um 19:16 Uhr
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Pakistan

Hauptstadt: Islamabad

Währung: Pakistanische Rupie 1 Euro = ca. 117 PKR

Spritpreis: € 0,78 / Liter

Benzinkosten in Pakistan : € 62,32 ,-

Verbrauchter Sprit in Liter in Pakistan : 80,66 L

Autobahn Mautpflicht: Nein es gibt keine :-))

Meine Mautgebühren: € 0 ,-

Kfz - Kennzeichen: Von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden oder keines :-))

Gefahrene KM in Pakistan : 1902

Gefahrene KM seit Start: 16822

Verbrauchter Sprit in € seit Start :  924,38

Verbrauchter Sprit in Liter seit Start : 605,23 l

Carnet de Passage erforderlich: Ja

Erforderliche Dokumente: Reisepas, Zulassung, Euro 36,- für ein 30 Tage Visum.  ACHTUNG: Das Visa kann nur im Heimatland beantragt werden !! OHNE AUSNAHME!!  Ich musste von Teheran nach Wien fliegen um das Visa zu bekommen !


Gefahrene Route in Pakistan: Kuh i Taftan – Nok Khundi – Dalbandin – Nushki – Quetta – Mach – Sibi – Jacobabad – Shikapur – Sukkur – Mir Pur Mathelo – Rahim Yar Khan – Multan – Sahiwal – Lahore – Atari ( Grenzübergang Indien )



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Tag 95 Samstag 19.11.2011

Es geht mit der Eskorte zum Grenzübergang, die Pässe sind in den Händen der Bullen. Erst an der Grenze werden uns die Pässe ausgehändigt. Die Grenzformalitäten gestalten sich äußerst einfach es geht „relativ schnell „ in 3 Stunden haben wir das Procedere hinter uns. Das Pakistanische Grenzhaus ist noch aus den 60 ern, uralt alles aber es wird alles akribisch notiert. In riesengrossen Büchern wird alles 3 – 4 mal eingetragen. Als wir fertig sind ist auch schon die Polizei mit Eskorte zur Stelle. Wir sind in „ Belutschistan „ angekommen. Es geht von „Mirjaveh nach Dalbandin, durch die „Belutschistanische Wüste“ ca. die halbe Strecke nach Quetta der grossen Stadt im Grenzgebiet zu Afghanistan. Die Eskorten bestehen teilweise aus einem Fahrzeug ( Pick UP ) welches vor uns fährt, mit einem hinten drauf oder wenn keines zur Stelle ist dann setzen sie dir einen bewaffneten Kerl hinten auf das Motorrad  mit einer AK 47 ( Russisches Sturmgewehr ) in der Hand.



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Zwischen „Nok Khundi“ und Yakmach verlieren wir die Eskorte und fahren alleine bis zum nächsten Checkpoint. So alle 40 – 50 km ist eine Militärsperre und man muss immer seine Daten ( Passnummer, Visanummer, Namen, Kennzeichen usw. in ein Buch eintragen ) das nervt unglaublich. Ab und zu schreien sie einfach GO! GO! Dann dürfen wir wieder auf uns alleine gestellt weiterfahren. Es herrscht Linksverkehr und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wir bewegen uns der Pakistanisch – Afghanischen Grenze entlang bis wir im dunkeln in „Dalbandin“ ankommen. Wir werden zum einzigen „Hotel“ in der Stadt eskortiert. Man staune hier ist es ganz anders als im Iran es gibt Bier, und unglaublich die Polizisten bieten Haschisch und Heroin an. Es ist wirklich das gesetzlose Land, wenn du auf`s WC musst kommt einer mit, natürlich bewaffnet, man gewöhnt sich dran, auch dass im Lokal 3 Typen mit den Sturmgewehren sitzen, und dir beim essen zuschauen. In der Nacht höre ich zuerst Schüsse später dann Gewehrsalven es geht die ganze Nacht durch. Auch daran muss man sich gewöhnen, hier ist es eben anders, wenn man es nicht sieht glaubt man es kaum. Der Unterschied zu einer Syrien Durchquerung ist hier eben dass man die Maus ist und die Katzen in den Bergen warten bis sie dich erwischen. Erst im Juli wurde ein Schweizer Ehepaar von den Taliban entführt, der Typ im Hotel hat mir die Bilder von ihnen gezeigt sie haben auch bei ihm geschlafen.




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Tag 96. Sonntag 20.11.2011

Es geht morgens um 09:00 Uhr weiter die Polizisten sind schon ganz nervös weil wir so viele Fotos mit den Leuten vom Hotel machen sollen. Am Schwarzmarkt wird außerhalb der Stadt noch getankt. Wir fahren Richtung Nordöstlich und kommen sehr nah an die Afghanische Grenze heran. Es geht ein Stück durch die Wüste und beim einfahren habe ich einen Sturz. Nix passiert wir richten dass Moped wieder auf und der Boden wird härter, voll geil wir brettern mit 90 km/h hinter der Eskorte nach. Ich stecke die Helmkamera auf meinen Helm das muss gefilmt werden.

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Immer wieder Checkpoints und immer wieder das gleiche Procedere mit dem ausfüllen der Bücher, ich weiß nun meine Passnummer bereits auswendig, bei der Visa Nummer schreibe ich irgendwas rein mich nervt das langsam. Olli sagt komm pfeifen wir auf die Eskorte und fahren einfach weiter. Als wir gas geben und eine Eskorte verlieren, kommen wir alleine am nächsten Checkpoint an und die Polizisten legen die Gewehre auf uns an. Weiter geht`s hinter dem Pick Up und wir sehen wild lebende Kamele in der Wüste, Nomadendörfer mit Zelten leider kann ich nicht stehen bleiben um zu fotografieren, die Eskorte fährt genau hier zu schnell. Es wird zunehmends dunkler und wir sind 20 km vor Qetta der Stadt in dem sich die Hochburg der Taliban befindet. Die Eskorte wechselt von Polizei zu einer Militäreskorte, als wir in die Stadt einfahren fährt ein Jeep mit 3 Jungs vorne und einer mit 3 Jungs hinter uns. Einer schaut mit dem Sturmgewehr am Dach hinaus und zwei sitzen hinten den Finger am Abzug. Ein Mörderverkehr und die Burschen vor uns haben Stöcke mit denen sie den Rikschafahrern auf die Hände schlagen damit sie ausweichen, bzw. wir so schnell wie möglich vorbeikommen. Unglaublich wie geschrieben wenn man es nicht selbst erlebt glaubt man es kaum. Es läuft alles wie ein schräger Film ab. Wir müssen jeweils nebeneinander fahren 2 Motorräder hinter dem jeep und 2 dahinter damit wir uns nicht verlieren, sie schalten dann auch ihre Sirene ein. Im Hotel angekommen, treffen wir noch ein Paar Traveler, es gibt ja nur das eine hier für Touristen somit trifft sich alles hier. Ein Berliner gibt Bier aus und es wird gesoffen ohne Ende, nach einer so anstrengenden Fahrt ein Traum! Wir bekommen einen Zettel vorgelegt in dem steht dass ab 18 Uhr Ausgangsperre für uns herrscht! In der Nacht wieder Schüsse…Nach all meinen Reisen ist das dass extremste was ich je gesehen habe Cool


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Tag 97. Montag 21.11.2011

Day Off ausschlafen und rasten….Web Seite Updaten etc…


Tag 98. Dienstag 22.1.2011

Morgens aufgestanden kann ich wieder Schüsse hören, man gewöhnt sich langsam dran. Vor dem Hotel wird noch schnell einer Ziege der Kopf abgeschnitten und gehäutet, Markus und ich schnappen uns den Kopf und machen ein Foto. J Raus aus Quetta mit Polizeieskorte, geht es zunächst auf schlechter Piste bis zum „Balan Pass „ ab dort dürfen wir ohne Polizeischutz weiterfahren, steilen Felswänden geht es entlang und wir sind flott unterwegs. Teilweise kann ich Personen mit Sturmgewehren in der Hand erkennen, sind es Taliban oder Polizei, ich kann es nicht genau erkennen. Die Fahrt ist auf jeden Fall Atemberaubend ein sehr schönes Tal welches sich dann langsam öffnet und die Berge verschwinden hinter uns. Ab der Stadt „Sibi“ wird es eintönig, bis Jacobabad fahren wir eine elend lange Gerade entlang. In Sibi machen wir eine kurze Rast und sofort sind Einheimische da und bestaunen uns.





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Sie schauen wie Nomaden aus ich schieße ein paar Fotos. Die Checkpoints werden zunehmend weniger und ab und zu müssen wir noch unsere Daten aufschreiben. Bis kurz vor „Jacobabad“ können wir endlich alleine unsere Reise fortsetzen. Die Landschaft ist Flach und es wechselt zwischen Wüste und einigen Grünflächen. Immer wieder Kamelherden, ich bleibe stehen uns der Fotoapparat wird gezückt. Zunge raus Vor Jacobabad sehen wir vor der Stadt Zeltlager mit der Aufschrift „UNHCR“ die sind wahrscheinlich noch von den Überschwemmungen aus dem Jahr 2010.   Die Polizei eskortiert uns zum Hotel. Die Einfahrt in die Stadt ist mehr „Offroad“ zu fahren Asphalt ist Mangelware hier. Bei der Abfahrt am morgen war es sehr kalt aber während des Tages wird es sehr heiß, um 17 Uhr hat es 31 Grad und ich bin total verschwitzt.










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Tag 99. Mittwoch 23.11.2011

Die Strasse in und aus Jacobabad ist in einem sehr schlechtem Zustand, besser gesagt man fährt in der Stadt offroad. Weinend Alles stinkt nach Abwasser wie auch in Quetta und man bekommt kaum Luft wegen dem Smog, Verschlossen außerdem ist es wieder sehr heiß. Überall liegt der Müll herum und Kinder gehen im Dreck barfuss. Beim Tanken werden wieder unzählige Fotos geschossen. Bis Sukkur fahren wir auf extrem schlechter Piste, harte Anforderungen an Mensch und Maschine. Kamele ziehen die Wägen wie auch Esel und Büffel. Es ist ein totales durcheinander, ab und zu werden wir noch von der Polizei angehalten, bzw. versuchen sie vor uns zu fahren. Es wird überholt rechts links wo immer man Platz findet… Kinder treiben die Büffel nach Hause, Frauen mit Burkas sitzen auf Traktoren und überall Leute wo man hinschaut, sie hängen wie Trauben an den Minibussen und sitzen am Dach der LKW`s.

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Schafe werden am Straßenrand geschoren und die Wolle auf Autos verladen es wird reingestopft was das Zeug hält. Als wir kurz stehen bleiben bildet sich eine Menschenmenge um uns und die Bullen haben alle Hände voll zu tun die Menschen zu vertreiben. Das ganze ist so unglaublich man muss es selber sehen ein Land außer Kontrolle… Die letzten 50 Km bis „RahimYar Khan „ werden wir mit einer Sondereinheit der Polizei eskortiert. Nur für VIP`s und Individualtouristen wie einer der Polizisten mir erklärt, und in anbetracht dessen dass gestern 2 Ärzte entführt wurden… Ich fühle mich aber hier sicher und ich bin mir sicher Oli, Markus und Esther auch. Im „Hotel“ warten die Jungs auf die lokale Polizei, erst dann fahren sie weg. Es bleiben 3 Polizisten im Hotel und als ich vom Duschen aus dem Zimmer gehe begleitet mich einer. Oli und Markus wollen in die Stadt Geld abheben sie fahren mit den Polizisten im Auto weg. Man staune es gibt Internet …


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Tag 100 Donnerstag 24.11.2011

Es geht über Ahmadpur nach Multan, dem Indus Tal entlang. Zwei Tankwagen liegen auf der Strasse, auf diesem Abschnitt kann man einige Unfälle sehen. Der „National Highway“ ist sehr skurril zu fahren, dort findet man alles was 2 oder 4 Füße bzw. Räder hat. Verkehrsregeln gibt es so gut wie keine es wird gefahren wie jedem beliebt. Die „schnelleren“ Autos fahren sehr dicht auf und hupen was das Zeug hält. Die Polizei wird absolut nicht respektiert, egal ob die da sind oder nicht. Die Smogglocke hängt tief und es wird alles verbrannt was irgendwie geht. Auf dem Weg nach Multan sehen wir viele Öfen wo Ziegel gebrannt werden. Die Luft ist extrem schlecht, und als wir am Abend nach einigem suchen ein „Hotel“ gefunden haben geht es mir schlecht. Wir treffen noch zwei Jungs mit einem Karawan besser gesagt ein Riesenbus wir haben die beiden schon in Quetta getroffen. Wir warten bis sie ihren Seitenspiegel wieder montiert haben, kommt ein Mann und drückt mir zwischen den ganzen Leuten die um uns stehen einen Zettel in die Hand wo drauf steht: „ We feel very good that you have came in Pakistan „ Ich bin wieder einmal platt aber nichts desto trotz, meine Glieder schmerzen und ich brauche ein „Neo Citran „ besser gesagt ich nehme die ganze Nacht dann insgesamt drei Stück damit ich wieder fit bin. Um 18:00 Uhr liege ich im Bett und schwitze die ganze Nacht. Weinend ( Es hat gewirkt! )


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Tag 101 Freitag  25.11.2011

Heute Abfahrt um 09:00 Uhr nach Lahore, der Grenzstadt zu Indien. Kurz vor Lahore hören die Eskorten auf, wobei die Eskorten seit Quetta viel angenehmer sind. Kein aufschreiben von Passnummer etc., man fährt einfach drauflos und die Eskorten wechseln automatisch, von Stadt zu Stadt. Lahore ist wie alle anderen Städte gross, schmutzig und extrem viel Verkehr. In dem Hostel wo ich heute schlafe erzählt mir einer dass Nordpakistan total anders ist. Der „Karakorum Highway“ muss interessant sein, leider habe ich nicht genügend Zeit da ich am 21.12 in Nepal sein soll, und mir noch ganz gerne Nordindien anschauen möchte. Morgen geht’s Richtung Grenze ich hoffe dass die Formalitäten nicht zu Bürokratisch sind, bzw. rasch erledigt werden.















Tag 102 Samstag 26.11.2011

Gestern war ich noch in der Stadt und habe mich ein wenig umgeschaut. Wollte noch ein Bier kaufen konnte aber das Hotel mit separatem Eingang nicht finden. Ich fahre um 10:00 Uhr aus Lahore raus und mache ca. 5 km vor der Pakistanisch Indischen noch ein Bild . Sofort ist die Polizei da und fragt ob ich ein Problem habe. Ich verneine und die Polizisten laden mich zu einem Tee ein. Cool
































Tag 102 Samstag 26.11.2011

Gestern war ich noch in der Stadt und habe mich ein wenig umgeschaut. Wollte noch ein Bier kaufen konnte aber das Hotel mit separatem Eingang nicht finden. Ich fahre um 10:00 Uhr aus Lahore raus und mache ca. 5 km vor der Pakistanisch Indischen noch ein Bild . Sofort ist die Polizei da und fragt ob ich ein Problem habe. Ich verneine und die Polizisten laden mich zu einem Tee ein. Weiter geht es zur Grenze. An der Pakistanischen Seite kein Problem die Formalitäten sind in einer Stunde erledigt. An der Indischen Seite brauche ich sage und schreibe 5 Stunden. Ein Reisebus ist vor mir und es liegen 50 Pässe am Tisch. Der Grenzbeamte sagt „10 Minutes“. Shit die lassen sich Zeit und zuallerletzt vergessen die mein „ Carnet de Passage „ abzustempeln. Ich erkläre es ihnen was sie zu tu haben. Dann der Supergau ich muss alles auspacken. Einer schaut in jeden Koffer und meine Gelbe Tasche muss durch den Scanner. Motornummer, Fahrzeugnummer alles wird kontrolliert… Als ich fertig bin kommt noch einer in Zivil und nimmt mir meinen Reisepass  und mein Carnet ab. Er möchte dass ich bei ihm Geld wechsle ich bekomme erst jetzt mit dass der Typ gar kein Beamte ist, sondern ein Geldwechsler. Ich nehme ihm den Pass und mein Carnet aus der Hand und sag ihm er soll sich schleichen, als er es mir nicht geben will hau ich ihm eine auf den Brustkorb. Er sucht das weite,  nach 5 Stunden warten und dem ganzen scheiß bin ich einfach genervt und dann kommt der noch. Endlich der letzte Gate und ich bin in Indien. Als ich stehen bleibe sammeln sich hunderte Menschen um mich bzw. bedrängen mich ich fahre weiter und verstau meine Sachen außerhalb des Grenzgebietes. In Amritsar suche ich mir eine Unterkunft und gehe am Abend indisch essen und gönne mir ein paar Bierchen. Zunge raus weiter geht’s im Indien Bericht…


Pakistan Fazit:  Ein absolutes muss, extrem freundliche Leute und ich hatte nie ein Problem. Man wird hier auch nicht beschissen was die Preise beim einkaufen angeht.  Das Teilstück an der Afghanischen Grenze zu befahren ist etwas abenteuerlich aber ansonsten super. Die Städte wie Quetta, Jacobababad, Multan..sind zu vergessen extrem schmutzig und viel zu viel Verkehr, und die Trassen sind in einem desolatem Zustand. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit in den Norden ( Karakorum Highway ) zu fahren es soll dort lt. Berichten von anderen weitaus schöner sein absolut kein Verkehr und Natur pur. Die Grenzformalitäten sind auch äußerst „easy“ und angenehm. Wenn man ein Problem hat ist die Polizei sofort zur Stelle und sehr freundlich. Wenn es sich irgendwie ausgeht komme ich sicher wieder, schon alleine wegen dem „Karakorum Highway „  Alles in allem bin ich von den bis jetzt bereisten „Moslemischen Ländern „ angenehm überrascht. ( Anm. in Indonesien dem Bevölkerungsreichsten moslemischen Land der Erde hat es mir bei einer meiner Reisen nicht so gut gefallen. )





Anbei ein 12 Minuten Video ungeschnitten, das Video zeigt einen Abscchnitt
von der Fahrt von Dalbandin nach Quetta im Pakistanisch - Afghanischem Grenzgebiet !


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