Dienstag, Dezember 12, 2017
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Die Ankunft von Carmen in Santiago de Chile !

Die atemberaubende Überquerung des 4780m hohen „Paso Agua Negra“

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002“Trotz einer Reifenpanne noch geschafft”
Offroad Erlebnis vom Feinsten!

 

Heute ist Abfahrt, es ist bereits Freitag und ich habe noch zwei Tage und ca. 850 km vor mir. Mein Hinterrad wird noch mit dem Kompressor aufgepumpt und ich fahre schon um 08:00 Uhr ab. Es geht die Mautpflichtige „Ruta 5“ nach Norden, und nach ca. 250 km ist endgültig Schluss mit dem Hinterreifen. Ich versuche erneut das Loch zu flicken, aber es ist zu groß. Motorräder fahren vorbei aber es bleibt keiner stehen, das ist eben Chile, ich dachte dass sich Motorradfahrer weltweit helfen, und ich bin enttäuscht das ist das erste Land wo mir so etwas passiert.

Ich muss alles hinten lassen und marschiere etwa 1km bis zur nächste „SOS“ Säule. Es dauert etwa 1 Stunde und ein Abschleppwagen kommt, der Fahrer möchte Flocke an die „Seilwinde“ hängen und auf die Ladefläche zeihen. Sicher nicht erkläre ich ihm und ich fahre auf das Auto hinauf, Flocke wird angehängt und als ich kurz nicht aufpasse hängt dieser „Jolly“ Flocke am Sturzbügel an und zieht sie mit der Seilwinde fest. Ich schreie noch und das ist es schon passiert, er reißt mir die Halterung vorne aus. Shit was für ein Idiot, aber jetzt kann ich auch nichts mehr machen. Ich werde etwa 40 km weiter in ein Dorf gebracht und nach etwas suchen finden wir auch einen „Vulkaniser“. Flocke wird abgeladen und ich muss mit „Montier Eisen“ da keine Maschine vorhanden ist den Hinterreifen von der Felge lösen. Der Schweiß spritzt mir waagrecht von der Stirn, es ist ein harter Job und nach etwa einer Stunde habe ich es geschafft. Das Loch wird von innen zugeklebt und der Reifen erhitzt. Um 16:00 Uhr kann ich weiterfahren, und treffe um 22:00 Uhr am „Lago Rapiel“ ein. Alle Campingplätze haben geschlossen, aber ich schaffe es doch noch einen zu finden.

  • An der Autobahn
  • Irreparabel
  • Die beiden "Profis"
  • Bin gespannt..
  • Werkstatt
  • Schwerstarbeit !!
  • :-)))
  • Geflickt..
  • Noch heiss Pressen
  • Sollte passen

Um 07:00 Uhr fahre ich nach Santiago in das Zimmer welches ich bereits ein paar Tage zuvor gebucht habe. Alles wird abgeladen und ich darf die Sachen im Büro lassen. Carmen kommt um 13:10 an, ich bin bereits um 11:30 dort und warte. Gegen 14:00 Uhr kommt Carmen an und wir laden die Tasche auf und fahren nach Santiago in`s Zimmer. Eigentlich ist es ein Appartment mit eigener Küche, und so beschließen wir selbst zu kochen.

Frühmorgens machen wir uns auf den Weg, um die längst fälligen Reifen zu tauschen. Bei „Moto Aventura“ werden neue „Heidenaus“ aufgezogen. Der Preis ist heiß (250.000 Chil. Pesos = 362.- Euro). Nächste Station ist die Österr. Botschaft in Santiago. Ich brauche einen neuen Reisepass, da mein derzeitiger fast keine freien Seiten mehr hat. Offiziell wird mir ein „Notpass“ angeboten welcher nur ein Jahr gültig ist, und eine Einreise nach Amerika mit diesem Pass nicht möglich ist. Ich nehme die Option eines dreijährigen Pass, welcher gleich viel kostet ( € 76,-) und mit dem die Einreise in die USA möglich ist. Dieser Reisepass muss in Österreich ausgestellt werden, und dauert in etwa ein Monat. Man kann diesen Pass aber auch an eine andere Botschaft schicken lassen. In meinem Fall werde ich den Reisepass nach Sao Paulo schicken lassen. Um zu relaxen verlassen wir Santiago Richtung Osten um uns eine bleibe in „Vinja del Mar oder Valparaiso zu suchen. Das ganze Vorhaben gestaltet sich als sehr schwierig da es außer „Cabanas“ keine Campingplätze gibt. Spätabends entscheiden wir uns in die berühmte „Villa Kunterbunt“ (Der Zentrale Treffpunkt für Bikers in Chile) einzuchecken. Da sich bereits Motorradfahrer in der Villa Kunterbunt befinden wird uns ein Notquartier angeboten. (Matratzen im Wohnzimmer) Von den anwesenden Reisenden ( Ein Pärchen aus Deutschland, Ein Steirer, ein Bayer und ein Kanadier) wurden uns zum Abendessen Tortillas angeboten und es iat auch genug Bier vorhanden. Nach langen Gesprächen gehen wir spät Nachts endlich schlafen.

Gestern hatten wir eigentlich vor nur eine Nacht hier zu verbringen, aber es gibt noch einige Sachen an Flocke zu reparieren, (Spiegel tauschen, usw..) Nach dem Frühstück gehen wir mit „Willi“ dem Steirischen Guide in die Stadt nach Valparaiso. Wir essen zu Mittag eine Pizza und fahren außerdem mit einer fast 100 Jahre alten Zahnradbahn in die Stadt hinunter. Am Rückweg schauen wir noch einen Sprung in der legendären „Bar do Playa“ vorbei, man sagt sie gibt es seit den 30igern. Nach einem Kaffee fahren wir mit dem „Micro“ (Stadtbus) in die Villa Kunterbunt zurück. Da das deutsche Pärchen und der Kanadier am morgen schon abgefahren sind, sind nur mehr Christian, Willi und wir zwei in der Villa. Der Abend wird sehr lustig und das Bier strömt in Mengen. Mein Bett fand ich um 05:00 Uhr morgens.

  • Der Hafen von Valparaiso
  • :-)))
  • In der Zahnradbahn
  • Von Oben
  • In einem Caffe

Nachdem ich am Vorherigen Tag bereits 2 Campingplätze ins GPS übertragen habe, verlassen wir gegen Mittags unsere Unterkunft. Wiederum ein schwieriges Unterfangen da der erste Campingplatz sich als Ruine herausstellte. Nach weiteren 80 km in das Landesinnere finden wir in „Panquehue“ einen Platz zum Übernachten. Das Zelt wird aufgebaut und Wäsche wird gewaschen.

Wir bleiben am Campingplatz und relaxen. Außer einkaufen Zelt waschen, Gewand waschen, nicht viel. Meine Schultern schmerzen und die Jungs am Eingang helfen mir mit Tabletten und Cremen. Es wird auch vorgeschlagen einen Chiropraktiker zu besuchen. Heute am 08.03.2015 nimmt sich einer der Jungs Zeit und fährt mit mir zu dem Herrn, der ist aber nicht da. Ich verschiebe es auf morgen.

Heute haben wir ein „straffes Programm“ vor uns. Wir müssen zurück nach Santiago um Passfotos zu machen, dann auf die Botschaft um meinen Antrag für den Pass fertig zu stellen. Danach bei „Monica“ das Paket abholen welches ich aus Amerika bekommen habe (Neues Zelt mit Unterlage), und zuletzt noch eine Thermosflasche kaufen. Um ca. 14:00 Uhr sind wir fertig und fahren dann zum Chiropraktiker, er ist zuhause und „knetet“ mich durch. Danach fahren wir wieder zum Campingplatz und holen unsere Sachen die wir einsperren durften. Ich rede noch kurz mit den Jungs ob wir einen andern Platz haben können da die Hunde sooo laut sind in der Nacht bzw. durchbellen und wir kein Auge zu machen können. Wir bekommen einen perfekten Platz, sogar die neuen Duschen und WC`s werden für uns aufgesperrt.

  • Super Platz..
  • Die Camping Betreiber..

Heute fahren wir ab und machen noch ein paar Fotos mit den Jungs vom Campingplatz. Unser Ziel vorerst nicht so weit bzw. nur nach „Los Vilos“, wir entscheiden uns dann aber doch weiter zu fahren, da es an der Küste sehr kalt ist. Kurz vor Angustura biegen wir nach Osten ab und fahren ins Landesinnere, es wird sofort spürbar wärmer obwohl wir an Höhe gewinnen. Die Landschaft st karg und wir sehen Hügel voll mit Kakteen, welche sich später in Weinberge verwandelt. Stauseen sind ausgetrocknet, es at hier schon lange nicht mehr geregnet, das Wasser muss mit Tankwagen gebracht werden. Wir fahren bis „Ovalle“, aber auch da sind alle Campingplätze bereits geschlossen. Die Saison ist vorbei, also entscheiden wir uns an die Küste nach „Guanaguareos“ zu fahren, wie sich herausstellt ein „Touristenort“, aber auch da ist alles geschlossen. Wir kommen nach Sonnenuntergang an und versuchen einen Campingplatz zu finden. Als wir endlich einen gefunden haben verlangt dieser 20.000 Chil. Pesos was 30 Euros entspricht. Wir fahren weiter und finden schlussendlich eine „Cabana“ ( Hütte) für das gleiche Geld. Am Abend gehen wir noch Essen um meinen Geburtstag noch etwas zu feiern.

  • Riesen Kakteen
  • Extreme Trockenheit
  • Weltweit bekannt dafür...

Gestern haben wir noch lange Überlegt ob wir den „Passo Agua Negra“ fahren sollen oder nicht. Das Wetter ist schlecht, wir entscheiden uns aber doch den Weg nach „Vicuna“ zu nehmen. Als wir das Landesinnere erreichen „reisst“ es auf und die Sonne kommt zum vorschein, super denn bei schlechtem Wetter fahre ich nicht über den 5.000 Meter hohen Pass. In Vicuna finden wir eine Unterkunft zu einem „fast“ normalen Preis.

Um 05:30 läutet der Wecker, es ist zwar noch dunkel aber wir müssen Flocke wieder beladen und möchten bis 08:00 Uhr startklar sein. Durch das Tal „Valle de Vicuna“ fahren wir ca.60 km auf Asphalt bis zur Chilenischen Grenze. Die Formalitäten sind schnell erledigt, und die Sonne ist auch schon aufgegangen. Bei Kaiserwetter lassen wir die Grenze hinter uns, und es liegen 110 km Offroad Strecke bis zum Gipfel vor uns. Ich hatte einige bedenken (Gepäck und 2 Personen) ob ich diese sehr wenig befahrene Strecke ohne Sturz meistern kann. Der Schotter wechselt ab und zu in eine Sandpiste. Schon nach ein paar Kilometern eröffnet sich uns eine Kulisse die uns den Atem stocken lässt. Die mächtigen Gipfel der Anden erheben sich links und rechts von uns. Jeder dieser Berge schillert in einer anderen Farbe, manchmal Mehrfärbig (grün, orange, rot, gelb, blau) und das Farbenspiel der Felsen ist unglaublich, und zieht sich über die gesamte Strecke bis zur Argentinischen Grenze. (200 km in Summe) Auch eine Lagune ist zwischen den Bergen eingebettet. Türkises Gletscherwasser, schimmert im Sonnenlicht und rundet das ganze Schauspiel ab. Wir befinden uns nun auf etwa 3.000 Meter und es ist immer noch angenehm warm. Es liegen noch gut 2.800 Höhenmeter und 80 km Offroad vor uns. Auf der immer enger werdenden Straße schlängeln wir uns immer weiter in Richtung Gipfel. Natürlich bleiben wir immer wieder stehen um Fotos zu machen, und uns gleichzeitig an die Höhe zu gewöhnen. Kurz vor dem Gipfel zeigen sich uns die Überreste der Gletscherzungen, und über uns kreist ein riesen großer Adler, den wir leider nicht vor die Linse bekommen können. Endlich am Pass angekommen befinden wir uns auf 4.780 Meter, und die Luft ist schon spürbar dünn. Um uns eine verdiente Pause mit Jause zu gönnen, verlassen wir den Gipfel und bleiben auf 4.200 Meter stehen. Mir ist schwindlig und meine Kräfte lassen langsam nach. Nach etwa 20 min. Rast fahren wir weiter Talwärts. Wir befinden uns im „Niemandsland“ da der argentinische Grenzposten noch immer 80 km vor uns liegt. Die Straße wir etwas breiter doch auf einer Seite bildet sich eine tiefe Schlucht. Ich versuche so gut wie möglich Bergseitig zu fahren und zu allerletzt geraten wir noch in eine „Windhose“. Kurzzeitig sehe ich gar nichts mehr weil der Sand durch den Wind in alle Richtungen aufgewirbelt wird. Der „Zauber“ dauert einige Sekunden, hat uns aber ziemlich erschreckt. Auf den letzten Kilometern müssen wir uns beeilen, da die argentinische Grenze um 17:00 schließt. Die Grenze passiert sind es noch weitere 40km bis zur Aduana. (Zoll) Rechtzeitig erreichen wir die Zollstation und es läuft alles ohne Probleme. Wie auch in Australien muss man an den Grenzen Obst und Gemüse abgeben, um keine „Fruitflies“ einzuschleppen. Um ein Camp zu finden geht es durch ein weiteres Tal nach „San Jose de Jachal“. Zur Zeit ist es sehr schwierig eine Campingplatz zu finden, da die Saison vorbei ist und die meisten Camps schon geschlossen haben. Ein freundliches Ehepaar fährt uns mit ihrem Moped vor und bringt uns zu verschiedenen Zeltplätzen. Für uns ist wichtig eine Dusche zu haben alles andere akzeptieren wir wortlos. Bei Dunkelheit, nach einem harten aber sensationellen Tag stellen wir unser Zelt um 21:00 Uhr auf. Ohne Abendessen fallen wir müde in das Zelt.

  • Es ist kalt am Morgen
  • Egal wir haben Kaiserwetter
  • .....
  • Lagune auf 3.000 Meter
  • Man muss es selber...
  • gesehen haben...
  • 4780 Meter Meereshöhe ...
  • Verschwinden nie ganz..
  • Ohne Worte
  • Pause auf 4.300 Meter
  • Das zehrt an der Kraft
  • Fast geschafft..
  • trotzdem immer
  • aufpassen..:-))

 

Der Paso de Agua Negra (auch Paso del Agua Negra, Paso Agua Negra oder selten Paso Aguas Negras) ist ein 4780 m (nach anderen Angaben zwischen 4.753 und 4.779 m) hoher Gebirgspass zwischen Chile (Región de Coquimbo, Ruta CH 41) und Argentinien (Provinz San Juan, RN 150). Der in den Anden gelegene Pass ist der höchstgelegene Grenzübergang zwischen den beiden Staaten.

Der Pass verbindet die Ortschaft Huanta im Elqui-Tal auf chilenischer Seite mit dem argentinischen Ort Las Flores. Von Huanta führt die asphaltierte Passstraße über 24 km bis zum chilenischen Grenzposten bei Juntas del Toro, von dort an verläuft die Straße als Schotterpiste entlang des Río de la Laguna stets leicht ansteigend über 83 km bis zum Scheitelpunkt an der Grenze. Auf argentinischer Seite befindet sich der Grenzposten außerhalb der Ortschaft Las Flores, beim Polizeiposten Guardia Vieja in 35 km Entfernung endet der Asphaltbelag, nach weiteren etwa 40 km ist die Passhöhe erreicht.

Der Pass ist nur in den Sommermonaten geöffnet, etwa zwischen Dezember und März[1]; 2010 wurde der Grenzübergang am 20. Mai[2] geschlossen und am 16. November wieder geöffnet[3] – während der Saison 2009/10 überquerten 28.907 Personen am Paso de Agua Negra die Anden, mehr als die Hälfte davon im Januar. Der Pass wird großteils von Argentiniern genützt, um an der chilenischen Küste ihre Ferien zu verbringen.[2]

An dem Grenzpass wurde seit 1947 gearbeitet, erstmals eröffnet wurde die Straße im Jahr 1965[4] – zwischen 1977 und 1994 blieb der Pass jedoch geschlossen. Derzeit wird die Errichtung zweier Tunnel geplant, die Teil eines „biozeanischen Korridors“ werden sollten.

 

Paso Agua Negra 12.03.2015 Chile - Argentinien Paso Agua Negra 12.03.2015 Chile - Argentinien

 

Weiter gehts im nächsten Argentinien Bericht..:-))

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In meinem Leben hat sich alles hauptsächlich um Arbeit gedreht und ich hatte nie den Mut zu einer großen Veränderung...

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